Makrofotografie:

 

Die Makrofotografie fasziniert mich ebenso, wie auch die Astrofotografie, da hier Dinge sichtbar gemacht werden, die sich dem Auge in der Regel entziehen. 

 

In der Makrofotografie wird ein Objekt so vor der Kamera positioniert, dass es auf der Aufnahme sehr groß und detailliert wiedergegeben wird. Im engeren Sinne spricht man von Makrofotografie, wenn das Bild des Objekts auf dem Kamerasensor genauso groß erscheint wie das Objekt selbst, der Abbildungs- maßstab ist dann exakt 1, auch als 1:1 dargestellt. Dies ist auch der bei Makroobjektiven häufig vorzu- findende maximale Abbildungsmaßstab. 

 

Fotografie mit größeren Abbildungsmaßstäben, bei denen das Objekt auf dem Film (bzw. bei Digital- kameras den Sensoren) sehr viel größer abgebildet wird, ist mit speziellen Objektiven möglich. 

 

Mein Favorit ist hier das Laowa 25mm 2.8 2.5-5X Ultra-Macro für Canon EF mit dem Vergrößerungen von 2.5x bis 5x.

 

Als Technik für das erreichen einer großen Schärfentiefe wird häufig das Fokus- Stacking benutzt.

 

Eine große Schärfentiefe wird klassisch meist durch Einstellen einer sehr kleinen Blende (große Blendenzahl) oder mittels verstellbarer Kamera nach der Scheimpflugschen Regel oder einer Kombination von beidem angestrebt. Sehr kleine Blenden führen zu Unschärfe durch Beugung, verstellbare digitale Kameras sind selten und sehr teuer. Einen Ausweg bietet das Fokus- Stacking.

 

Eine Möglichkeit dazu ist die Folgende:

 

Variation des Abstandes zwischen Motiv und Kamera =>

 

Die Kamera wird von Aufnahme zu Aufnahme bewegt, z. B. mittels eines Einstellschlittens, während die Position des Motivs konstant bleibt. Entsprechende Schlitten können mit manueller Steuerung oder elektronischer Steuerung ausgestattet sein. Das Motiv wird bewegt, z. B. mittels eines Einstellschlittens, während die Position der Kamera konstant bleibt.

 

Die so gemachten Einzelaufnahmen werden anschließend ausgerichtet und zu einem Bild verrechnet, in dem sich dann eine große Schärfentiefe beobachten läßt.

 

 

 

Auf dem folgenden Bild kann man etwas genauer den Aufbau erkennen:

 

Eine Canon 6d Mark II auf einem kleinen Stativ mit Kugelkopf und einer 4-Wege Makro Fokussierschiene, mit der Bewegungen in 4 Richtungen per Mikroverstellung möglich sind. Eine LED-Ringleuchte vorne am Objektiv sorgt für eine gute Ausleuchtung des Objektes.